Als ich in einem Spiegel Artikel (Analogkäse, Gelschinken & Co.) las, dass selbst mein Lieblingspesto nicht das enthält was es verspricht, war für mich klar, dass ich in Zukunft mein Pesto selbst herstellen werde. Nach einer Odyssee durch verschiedenste Pestorezepte, möchte ich euch nun meinen Favoriten vorstellen.
Pesto alla Trapani. Das Grundrezept stammt aus dem Buch “Jamie´s Italy” das ich euch im englischen Original empfehle. Die Rezepte sind nicht schwer zu lesen und man bekommt ein Original Jamie Buch mit all seinen Sprüchen ohne Interpretation der Übersetzer und ohne Übersetzungsfehler in den Gewichtsangaben. Natürlich muss man die Einheiten von englischen Pfund und Unzen in Kilogramm umrechnen.
Umrechnen der Einheiten:
1 lb = 0,454 kg
1 oz = 28,35 g
Trapani ist die achtgrößte Stadt der italienischen Region Sizilien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Weitere Infos auf wikipedia.org.
Rezept:
Als erstes erhitzt man ein beschichtete Bratpfanne. Man nimmt eine Handvoll Kerne. Im Originalrezept werden Mandeln (almonds) verwendet. Da ich keine hatte, musste ich auf Kürbiskerne zurück greifen, was ich aber nicht bereut habe. Man nimmt soviel, dass der Pfannenboden bedeckt ist und röstet die Kerne etwas an. Es genügt, wenn von den Kernen ein Duft von Röstaromen aufsteigt. Man gibt die angerösteten Kerne in einen Mixer, in meinem Fall einen Thermomix und macht die Kerne sehr klein. Danach gibt man ein paar Stücke Parmesan, frischen oder gerebelten Basilikum (basil), zwei drei Zehen Knoblauch (garlic) sowie Salz und schwarzen Pfeffer hinzu. Das Ganze wieder fein Mixen. Jetzt einen großen Schuss Olivenöl dazu geben und gut durch mischen. Am Ende gibt man am Besten Cocktailtomaten, in meinem Fall eine halbe Dose geschälte Tomaten hinzu und mixt es nochmals kurz durch. Fertig ist das beste Pesto der Welt!
Wer sein Pesto noch tomatiger, also eher als Pesto Rosso mag, kann anstatt den Dosen oder Cocktailtomaten, getrocknete Tomaten verwenden.
Das Pesto sollte immer frisch zubereitet werden, da es sich nicht sonderlich lange hält. Es kann während die Nudeln kochen hergestellt werden. Die Nudeln abseihen und gleich mit dem Pesto vermischen. Beim Servieren nochmals frischen Parmesan darüber hobeln – einfach lecker!
Genau so kann es als Vorspeise verwendet werden. Einfach Brotscheiben in der Pfanne im Ofen oder im Toaster anrösten, Pesto drauf und mit dem Gemüseschäler ein paar feine Streifen Parmesan darüber hobeln.